YOKOHAMA gibt Reifen-Tipps für den Urlaub in Herbst und Winter

Wenn trotz schönem Wetter stets ein Tiefdruckgebiet mitfährt

Wohnwagen Detleffs

Für die Urlaubszeit wünschen sich die meisten Menschen ein Dauerhoch. Ein besonders gefährliches „Tiefdruckgebiet“ lauert aber nicht am Himmel, sondern in zahlreichen Autoreifen. Die unschönen Folgen können dabei vom erhöhten Spritverbrauch bis hin zum Unfall reichen, der durch einen plötzlichen Plattfuß ausgelöst wird. Was es in puncto Luftdruck, Profil und Beschädigungen rund um die Pneus vor der Fahrt in den Urlaub alles zu beachten gilt, erklärt der japanische Hersteller YOKOHAMA.

Luftdruckmessung

Seit November 2014 sind Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) bei Neuwagen Pflicht und somit steigt der Ausrüstungsgrad auch im Bestand Jahr für Jahr. Dass diese Regelung der EU zu begrüßen ist, zeigt schon der Umstand, dass weit über die Hälfte aller Autos ohne RDKS mit einem zu niedrigen Luftdruck unterwegs ist. Dabei bewirken schon 0,4 bar unter dem Soll einen um 30 % höheren Reifenverschleiß, wobei gleichzeitig auch der Spritverbrauch um 2 % steigt. Ab einem Fehlstand von 0,5 bar leidet zudem auch das Fahrverhalten spürbar, ist 1 bar zu wenig im Reifen wird es sogar richtig gefährlich: Das Aquaplaning-Verhalten wird schlechter, die Seitenführungskräfte lassen nach, das Handling wirkt schwammig, Assistenzsysteme wie ESP und ABS kommen ihrer Aufgabe nur noch unzureichend nach. Durch die verstärkte Walkarbeit des Reifens, die darüber hinaus auch einen Anstieg der Temperatur bedingt, steigt zudem auch das Risiko einer Panne, die unter Umständen sogar zu einem lebensgefährlichen Unfall führen kann.

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Vor längeren Fahrten oder spätestens alle zwei Wochen sollte der Reifendruck deshalb manuell kontrolliert werden. Das gilt übrigens auch bei einem vorhandenen Reifendruckkontrollsystem, denn insbesondere die indirekt arbeitenden Systeme warnen häufig nur vor einem abrupten Luftdruckverlust. Direkte RDKS zeigen den aktuellen Luftdruck zwar als Zahl für jeden Reifen einzeln an und erlauben somit eine relativ genaue Überwachung, doch auch hier sollte man eventuelle Fehlfunktionen in Betracht ziehen und die Werte deshalb ab und zu selbst kontrollieren. Am besten wird die Messung noch vor Fahrtantritt oder zumindest nach nur kurzer Distanz vorgenommen. Andernfalls kann sich die Luft im Reifen stark erwärmen und ausdehnen, was das Ergebnis verfälscht. Auch bei extremen Minusgraden sollte vor einer Messung Abstand genommen werden, da der Druck durch die Kälte temporär sinkt.

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Ebenfalls häufig unbemerkt bleibt ein zu geringes Profil. Zwar zeigen kleine Parallelstege (Tread Wear Indicator) an vielen Reifen das Erreichen der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesttiefe von 1,6 mm an, doch nur die wenigsten Autofahrer prüfen dies regelmäßig selbst nach. Erschwerend kommt hinzu, dass die führende Automobilclubs bei Winterreifen ein Mindestprofil von 5 mm empfehlen, da sonst insbesondere die Aquaplaning-Gefahr dramatisch steigt.

Detleffs Wohnwagen

Bei Reisemobilen, Wohnwägen und sonstigen Anhängern ist die Profiltiefe selten ein Problem, da bei ihnen meist relativ wenige Kilometer zusammenkommen. Dennoch sollten die Pneus auch bei ihnen nach spätestens acht Jahren ersetzt werden, da UV-Strahlung, Hitze, Feuchtigkeit und Ozon die Gummimischung hart und spröde macht. Eine Sonderregelung gilt per Gesetz für Anhänger mit einer 100-km/h-Zulassung. Bei ihnen müssen die Pneus sogar jünger als sechs Jahre sein – Auskunft über das Produktionsdatum gibt die vierstellige DOT-Nummer auf jedem Reifen. Ist dort zum Beispiel 2317 zu lesen, steht dies für die 23. Kalenderwoche im Jahr 2017.

Last but not least stellen natürlich auch Beschädigungen durch spitze Gegenstände wie eingefahrene Nägel oder Anprallschäden durch Bordsteinkanten und andere Hindernisse eine Gefahr dar. Da Laien diese nicht immer zuverlässig erkennen können und zudem mache Stellen am Reifen schlecht einsehbar sind, empfiehlt YOKOHAMA einen kurzen Urlaubscheck in der nächsten Fachwerkstatt. Diese Maßnahme ist in der Regel äußerst preiswert und gibt einem ein gutes Gefühl, wenn auf eigener Achse hunderte von Kilometern zurückzulegen sind. Schließlich ist eine Panne das Letzte, was man sich für die schönste Zeit des Jahres wünscht.

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